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Nur drei Jahre nach dem Einstieg in die Bio-Obstproduktion, im Herbst 2006, wurden durch das Unternehmen dann erstmals Bio-Äpfel aus dem „Obstland mitten in Sachsen“ auf den Markt gebracht.
„Allerdings war ihre Verwendung vorerst nur für die Verarbeitung zu Bio-Rohapfelsaft vorgesehen, der von fremden Obstverarbeitungsunternehmen zu Bio-Apfelsaft veredelt wurde.“ erläutert Vorstandvorsitzender Gerd Kalbitz.
„Im Zuge der allgemeinen Rückbesinnung auf die Ursprünglichkeit der Naturprodukte hat sich die Obstland-Gruppe mehr dem Öko-Gedanken geöffnet und ist mit der Gründung der Bio-Obst GmbH Baderitz und der drei Jahre dauernden Überführung von rd. 107 Hektar Apfelanlagen aus dem konventionellen in den Bio-Obstanbau auf den deutschen Bio-Markt getreten. Mit inzwischen mehr als 180 Hektar Bio-Apfelanlagen und 5 Hektar Bio-Sauerkirschanlagen gilt das Unternehmen als größter Bio-Obstproduzent in Sachsen.“ so Kalbitz weiter.
In diesem Zusammenhang wurde in der ebenfalls zur Obstland-Unternehmensgruppe gehörenden Kelterei Sachsenobst in Neugreußnig eine zweite Presse gekauft, aufgebaut und in Betrieb genommen. Zeitgleich wurde der Betrieb nach den geltenden strengen Bio-Kriterien zertifiziert und als Bio-Fruchtsaftunternehmen zugelassen. Die Bio-Äpfel aus der Ernte 2006 wurden indessen noch als Halbware – das ist Apfelrohsaft in Tanklastzügen – an fremde Markenartikelhersteller verkauft.
Ein Jahr später hat der verstärkte Wunsch der Verbraucher nach Bio-Produkten die frühere Vertriebsstrategie der Sachsenobst-Verkäufer glatt weg überholt und die Herstellung einer eigenen Bio-Apfelsaft-Range auf die Tagesordnung gesetzt.
Das Ergebnis liegt jetzt vor und wird in den nächsten Tagen in den ersten Läden in Sachsen zu haben sein – als Mehrwegflasche in den Abholmärkten des Getränkefachgroßhandels (GFGH) und als PET-Flasche in den Ketten des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) – gefüllt ganz nach dem Geschmack der bio-orientierten Verbraucher: mit naturtrüben oder klaren Bio-Apfelsaft.
Schwerpunktmäßig erfolgt die Einführung des aus Direktsaft (das heißt nicht durch Rückverdünnung aus Konzentrat) hergestellten Bio-Apfelsaftes in Verkaufseinrichtungen des LEH in den drei sächsischen Metropolen Leipzig, Dresden und Chemnitz. Folgen werden dann die Läden in den anderen großen sächsischen Städten Zwickau, Freiberg und Plauen, gefolgt von den Kreisstädten. Die Hofläden der Obstland-Gruppe in Ablaß, Dürrweitzschen, Leisnig und Sornzig sowie die zehn „Sachsenobst“-Botschafter auf den vielen Märkten in den sächsischen Kleinstädten werden das gesunde und zugleich ausgezeichnet schmeckende Produkt ebenfalls schon in wenigen Tagen zum Kosten und Kaufen anbieten.
Obstland in aktuellen Zahlen: In der Obstland-Gruppe wurden 2007 insgesamt 40.324 Tonnen Obst geerntet, davon allein 2.112 Tonnen Bio-Äpfel. Mit einem Anteil von rund 92 Prozent ist das Kernobst (Äpfel und Birnen) ohnehin traditioneller Schwerpunkt der Obsterzeugung im „Obstland mitten in Sachsen“.
8 Obst und Marktfrüchte erzeugende Unternehmen der Obstland Dürrweitzschen AG bewirtschaften eine landwirtschaftliche Nutzfläche von insgesamt rd. 2.400 Hektar. Davon stehen ca. 1.500 Hektar für den intensiven Obstanbau zur Verfügung.
In der Kelterei Sachsenobst in Neugreußnig bei Döbeln wurden im vergangenen Jahr 6.730 Tonnen Obst gepresst und zu Rohsäften und Obstmaische (Halbware) verarbeitet. Darunter waren allein 6.091 Tonnen Äpfel.
In der Kelterei Sachsenobst wurden 2007 insgesamt 6,8 Mio. Liter Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Fruchtsaftgetränke sowie Obstweine (Fertigware) verarbeitet und in 8,5 Mio. Behältnisse (Flaschen, Kanister und Fässer) abgefüllt.
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